Speicheldrüsenerkrankungen

Neben einigen hundert kleinen Speicheldrüsen in der Mund- und Rachenschleimhaut besitzt der Mensch drei große und paarig angelegte Kopfspeicheldrüsen, zu denen die Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis), die Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis) und die Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis) zählen.

Von den 0,5 bis 2 Litern Speichel, die täglich gebildet werden, geben die Glandulae submandibulares rund 70 Prozent und die Glandulae parotideae 25 Prozent ab, der verbleibende Anteil wird von den beiden Glandulae sublinguales und den kleinen Speicheldrüsen der Lippen-, Wangen-, Zungen-, Gaumen- und Rachenschleimhaut sezerniert (abgesondert).

Der Speichel hat verschiedene Aufgaben: er sorgt für eine befeuchtete Mundschleimhaut, bildet einen Schutzfilm der Mundschleimhaut und Zähne vor Krankheitserregern und Giftstoffen, löst Nahrungsbestandteile auf und trägt somit zur Geschmacksempfindung und Verdauung bei, und er macht die Nahrung gleitfähig, so dass sie geschluckt werden kann.

Im Bereich der Speicheldrüsen können sehr unterschiedliche Erkrankungen auftreten, die oft mit Schwellung und Schmerzen verbunden sind.

 

Akute Speicheldrüsenentzündung

Als Ursache für eine akute Entzündung einer Speicheldrüse kommt die virale Infektion und bakterielle Besiedlung, ein verminderter Speichelfluss bei allgemeinen Erkrankungen, nach Bestrahlungsbehandlung, bei verminderter Flüssigkeitszufuhr sowie bei einer Sialolithiasis in Betracht. Letzteres ist die Bildung eines Speichelsteins, der den jeweiligen Ausführungsgang der Drüse verlegen kann.

Die akute eitrige Entzündung äußert sich unter anderem in einer schmerzhaften Schwellung der Drüse, in einer Rötung und Überwärmung der darüber liegenden Haut sowie eines schlechten Geschmacks im Mund durch eitrig durchsetzen Speichel. Die Therapie setzt sich aus einer Kombination aus antibiotischen und analgetischen (schmerzlindernden) Medikamenten zusammen.

Bei der viralen Entzündung kann auf die Einnahme von Antibiotika verzichtet werden. Hier ist eine rein symptomatische Therapie angezeigt.

Unterstützend wirken den Speichelfluss anregende Maßnahmen wie z. B. Kaugummikauen, Zitronenscheiben oder saure Bonbons lutschen sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um die Krankheitserreger aus der Drüse zu spülen.

Chronische Speicheldrüsenentzündung

Treten wiederholt Entzündungen der Speicheldrüse auf, spricht man von einer chronischen Speicheldrüsenentzündung. Die Ursachen können wiederkehrende bakterielle und virale Infektionen, eine Sialolithiasis (Speichelsteine), eine Bestrahlungstherapie oder auch Autoimmunerkrankungen sein.

Praxis für Oralchirurgie
Dr. Daniel Banica

Fachzahnarzt für Oralchirurgie
und Zahnarzt

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