Mundschleimhautveränderungen

Normalerweise ist die Mundschleimhaut völlig glatt, blass-rosa und weich. Jede Rauigkeit, jede Verhärtung, jede Verdickung und insbesondere jede weißliche oder tief rote Verfärbung muss umgehend untersucht werden. Ganz besonders wichtig ist es diese Untersuchung auch dann vorzunehmen, wenn keine Schmerzen vorhanden sind. Gerade die schmerzfreien Veränderungen sind die gefährlichen.

Veränderungen der Mundschleimhaut treten im Zuge von lokalen mechanischen, thermischen oder chemischen Reizen, als Symptom einer übergeordneten Hauterkrankung und letztendlich aber auch als Manifestation einer Allgemeinerkrankung auf. Dabei ist in vielen Fällen die Mundschleimhaut die primäre und alleinige Lokalisation einer Allgemeinerkrankung mit sich auf der Haut äußernden Begleitsymptomen.

Die Schwierigkeit für den Kliniker, die unterschiedlichen Ursachen, also ob es sich im aktuellen Fall lediglich um die Folge eines lokalen Geschehens oder aber um eine Begleiterscheinung im Zuge einer Systemerkrankung handelt, liegt in der begrenzten Reizantwort der Mundschleimhaut auf unterschiedliche Noxen.

Eine Mundschleimhautveränderung kann sich in erster Instanz entweder als helle oder dunkle Farbveränderung oder als Substanzveränderung in Form eines Defekts oder einer Volumenzunahme äußern. Charakteristische Erscheinungsformen sind dabei Flecken, Bläschen, Blasen, Eiterbläschen, Knötchen und Knoten. Durch diese Leitsymptome lässt sich eine Mundschleimhauterkrankung oft sehr einfach einer bestimmten Gruppe von Erkrankungen zuteilen. Zusätzlich ermöglichen die Leitsymptome eine Erkennung von entarteten (Prökanzerosen) Schleimhauterkrankung aber auch deren Ausschluss.

Als Präkanzerosen werden frühe, lokalisierte Gewebeneubildungen, die noch kein entsprechendes Tiefenwachstum aufweisen, angesehen. Als chronische Läsionen haben sie eine häufigere Tendenz als normale Gewebestrukturen in ein bösartiges Tumorwachstum überzugehen.

Unabhängig davon sollte im Rahmen der zweimal jährlich empfohlenen Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt eine systematische Untersuchung der gesamten Mundhöhle erfolgen, um verborgene   Veränderungen zu erkennen. Im Zweifelsfall sprechen Sie uns darauf an. Bei jeder Veränderung der Schleimhaut und des Zahnfleisches muss die Ursache geklärt werden. Jede Veränderung der Mundschleimhaut, die nach 2 Wochen nicht wieder abgeheilt ist, muss als gefährlich betrachtet werden und daher weiter untersucht werden. Eine Anwendung von „Heilsalben“ jedweder Art darf nie über mehr als 2 Wochen fortgesetzt werden ohne eine eindeutige Diagnose zu sichern.

Praxis für Oralchirurgie
Dr. Daniel Banica

Fachzahnarzt für Oralchirurgie
und Zahnarzt

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